Dienstag, 6. September 2011

Navi Navi - Ein Roadmovie

Mein neues Machinima ist diesmal ein Roadmovie aus Second Life. Die Odysee eines Renterehepaares beginnt in Sub Lupina und soll nach Berlin gehen - doch dort kommen die pfiffige Gertrud und der etwas trottelige Egon nicht an, dabei hat Egon ja sogar ein Navigationsgerät! Das hat ihm sein Neffe Paul geschenkt, weil er sich doch immer verfährt. Gertrud hat da aber so ihre Zweifel.

Bevor die Reise beginnt, muss Egon aber erst mal heldenhaft gegen eine freche Maus in der Küche vorgehen. Das macht etwas Lärm, und Gertrud ist über den Fleck auf dem Boden nicht entzückt. Kurz nachdem die beiden ihre Wohnung verlassen haben, erscheinen plötzlich zwei Mäuse. Und die sind gar nicht amüsiert - üüüberhaupt nicht.. und trippeln mit finsteren Plänen im Mäusehirn davon.

Unten an der Garage, wo die knuffige Isetta steht, ist die örtliche Rockergang versammelt. Die sind aber alle recht nett. Laurina tunt ihren Lotus und erklärt Egon, dass sie die "Dreifach genoppelte Luxationshydropneumatik mit einem gewickelten Masturbator vermöppelt..weil" und so ähnlich, Egon versteht jedenfalls kein Wort.

Dann kommt das niegelnagelneue Navi zum Einsatz. Und schon beim Einschalten wird Gertrud mächtig eifersüchtig, als sie die erotische Stimme hört... Egon dagegen ist entzückt. Die Reise kann beginnnen.

Nun führt sie das Navigationsgerät zunächst ja recht ordentlich durch die Stadt. Doch bald kommen ernste Zweifel auf. Als selbst die Schilder "Hier links, du Idiot!" oder "Da lang!" melden, wird Gertrud so langsam klar, dass mit diesem Navigationsgerät was nicht stimmen kann. Doch Egon lässt dich nicht beirren. "Warum fahren wir durch die Pampa?" - "Na das Navi zeigt uns halt die Scenic Route!" Wer's glaubt.

Am Ende... nun ja sei nicht verraten, aber ein Zoom in das Navi macht dann deutlich, wer hier am Ruder war.

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Für dieses Machinima musste ich eine Menge inszenieren. Vor allem Szenen, in denen Stadtverkehr simuliert werden sollte, kosteten eine Menge Outtakes. Hier danke ich mal herzlich all den Akteuren, die geduldig blieben und immer und immer wieder die gleichen Strecken fuhren, bis endlich alles klappte. Aber auch Idril, die wirklich einen hundsgemeinen Bandwurmsatz sprechen musste, produzierte eine Menge köstlicher Outtakes.

Was mir vor allem Spass gemacht hatte, war der Einsatz einiger meiner Lieblingsautos, wie den Lotus von Manji, die 1957er Corvette von Pro Cars oder den Ferrari von Haru Motors. Das tolle an all diesen Fahrzeugen sind ja unter anderem die Einsteiganimationen und Extras, die ich alle voll zum Einsatz brachte. Bei der 1957er Corvette sieht man sogar 5 Animationen gleichzeitig - wie geht das? Tjaaa, dafür haben wir zwei Fahrzeuge gerezzt und genau übereinandergeschoben. Nur so war es möglich mehr als 3 Animationen gleichzeitig zu nutzen. Man muss sich was einfallen lassen.

Auch die Locations waren sehr sorgfältig gewählt. Ich reise viel herum in Second Life und habe dabei immer meine Augen offen, ob eine Sim sich für einen Film eignen würde. Manchmal inspiriert mich eine bestimmte Sim sogar für einen Film - so geschehen bei der Western Sim für "Dancing with Bullets". Als ich Marrowstone entdeckte, wusste ich "hier wirst du ganz sicher irgendwann mal was drehen". Die vielen lustigen Installationen von Inbred Texan schreien förmlich danach, für einen Film eingesetzt zu werden. Die witzige Aufforderung des Navis "jetzt die brennende Leiche umfahren", ist nur dort halbwegs glaubwürdig.

Aber auch die Goethe Sim aus dem Germany in 3D Verbund hat mich mit ihrer idyllischen Au, dem dichten Wald und zugleich ihrer Urbanität (Strassen und Schilder) sofort überzeugt: hier muss ein Roadmovie einfach durch!

Ich hoffe, es ist mir gelungen, über das Geruckel der Bilder hinweg, die Zuschauer zu amüsieren. Und positive Rückmeldungen aus Bereichen, die so gar nichts mit Second Life zu tun haben, beweisen mir, dass die Story in jedem Fall funktioniert. Lustig ist eben immer lustig.


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